02 April 2026, 16:35

Essen setzt auf emissionsarmen Glasfaserausbau mit innovativer Technik

Nahaufnahme eines Glasfaserkabels mit blauen und weißen Lichtern auf schwarzem Hintergrund.

Essen setzt auf emissionsarmen Glasfaserausbau mit innovativer Technik

Ein Kilometer langes Stück in Essen wird nun mit Glasfaserkabeln ausgestattet – leise und emissionsarm

In Essen wird derzeit auf einer Strecke von einem Kilometer Glasfaser verlegt – und das mit einer Methode, die wenig Lärm und kaum Emissionen verursacht. Das von Tobias Hobert, Geschäftsführer von Green Econo, geleitete Projekt soll Störungen minimieren und gleichzeitig die digitale Infrastruktur ausbauen. Statt klassischer Baustellenmethoden kommen hier saubere und leiser Alternativen zum Einsatz.

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Die Arbeiten begannen mit der Verlegung der ersten 800 Meter Kabel in einem offenen Graben entlang der Ruhr. Um die Belästigung für Anwohner zu verringern, wurde ein elektrischer Bohrer eingesetzt, der den Lärm und die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um mindestens 80 Prozent reduziert.

Ein 200 Meter langer Abschnitt unter einer Straßenkreuzung erforderte präzises Bohren – auch hier kam die gleiche umweltfreundliche Technik zum Einsatz. Ein elektrisches Nutzfahrzeug transportierte eine Stromspeichereinheit, um die Maschinen ohne Dieselabgase zu betreiben. Der gesamte Prozess verlief nahezu geräuschlos und ohne Abgase.

Green Econo, ein auf Energieeinsparung und Emissionsreduzierung spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Brilon, zeichnet für das Projekt verantwortlich. Bis Ende 2025 sollen auf ähnliche Weise rund 150 weitere Straßen und Stadtteile in Deutschland mit Glasfaserkabeln ausgestattet werden. Europaweit profitieren etwa 500 zusätzliche Gebiete – vor allem in den Niederlanden, Schweden und Frankreich – von diesen leiseren und saubereren Methoden.

Das Essener Projekt zeigt, wie der Glasfaserausbau mit deutlich geringerer Umweltbelastung vorangetrieben werden kann. Durch den Einsatz elektrischer Bohranlagen und grabenloser Techniken hat das Team Lärm und Emissionen drastisch reduziert, ohne die Effizienz zu beeinträchtigen. In den kommenden Jahren werden weitere Ausbaumaßnahmen in Deutschland und Europa nach demselben Prinzip umgesetzt.

Quelle