Essenerin Margarete Roderig erhält Bundesverdienstkreuz für lebenslanges Engagement
Harro PohlEssenerin Margarete Roderig erhält Bundesverdienstkreuz für lebenslanges Engagement
Margarete Roderig, eine gebürtige Essenerin, die ihr ganzes Leben in der Stadt verbracht hat, ist mit der höchsten zivilen Auszeichnung Deutschlands geehrt worden. Am 9. Dezember 2025 überreichte ihr Oberbürgermeister Thomas Kufen das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die Würdigung gilt ihrem jahrzehntelangen Einsatz in sozialen Belangen, der Kommunalpolitik und zahlreichen Gemeinschaftsprojekten.
In Essen geboren und aufgewachsen, begann Roderig ihre berufliche Laufbahn nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Betriebswirtin. Zunächst arbeitete sie als stellvertretende Leiterin einer Wohnpflegeeinrichtung, bevor sie 1992 zum Haus der Technik e.V. wechselte. Dort leitete sie die Zentrale Planungsabteilung und vertiefte gleichzeitig ihr Engagement in sozialen Initiativen.
2003 übernahm sie den Vorsitz des Borbecker Zweigs des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. (SkF). Nur ein Jahr später gründete sie mit anderen den Verein Flotte Socke, der sich für ein inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzt. Ihr politisches Wirken erstreckt sich über fast fünf Jahrzehnte: Seit 1976 ist sie Mitglied der CDU und amtiert heute als Bezirksbürgermeisterin für Essens Stadtbezirk IV.
Ihr jüngstes Projekt, Borbecker Mahl-Zeit, startete 2023 mit Unterstützung des Essener Jugendamts. Die Initiative fördert mit gemeinsamen Mahlzeiten den Zusammenhalt im Stadtteil. Das Bundesverdienstkreuz, 1951 gestiftet, würdigt solche herausragenden Leistungen für das Gemeinwohl.
Die Auszeichnung unterstreicht Roderigs langjähriges Engagement für das soziale und politische Leben in Essen. Ihr Wirken in den Bereichen Pflege, Inklusion und lokale Verwaltung prägt bis heute das Gemeinschaftsgefüge der Stadt. Die Feierstunde markierte nicht nur einen persönlichen Meilenstein, sondern stand auch für die Wertschätzung bürgerlichen Engagements.






