Flughafen Dortmund mit Passagierrekord 2025 – doch die Schulden steigen dramatisch
Cynthia MatthäiFlughafen Dortmund mit Passagierrekord 2025 – doch die Schulden steigen dramatisch
Flughafen Dortmund verzeichnet 2025 mit 3,24 Millionen Passagieren deutlichen Aufschwung – doch die finanziellen Probleme wachsen
Der Flughafen Dortmund konnte im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Passagierzahlen auf 3,24 Millionen verzeichnen – eine markante Erholung nach dem Corona-Tief von nur 1,1 Millionen im Jahr 2021. Trotz dieses Wachstums meldete der Flughafen ein steigendes Defizit, wobei finanzielle Herausforderungen den operativen Aufschwung überschatteten.
Zwischen 2021 und 2025 stieg die Passagierzahl am Flughafen Dortmund um über 150 Prozent und erreichte vorläufig 2,8 Millionen, bevor die endgültigen Zahlen für das Jahr 3,24 Millionen bestätigten. Damit übertraf der Flughafen regionale Konkurrenten wie Paderborn (2,2 Millionen) und Münster (1,9 Millionen), was vor allem auf seine Funktion als Drehkreuz für Ryanair zurückzuführen ist. Dennoch blieb die Passagierzahl unter den 3,3 Millionen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019.
Rückschläge gab es durch den vollständigen Rückzug von Ryanair, wodurch 430.000 Reisende wegbrachen. Auch Eurowings strich Verbindungen, was weitere 130.000 Passagiere kostete. Diese Kürzungen belasteten die Finanzen: Bei einem Umsatz von 49,81 Millionen Euro sank das EBITDA auf etwa 971.000 Euro.
Steigende Personalkosten, angetrieben durch Lohnerhöhungen und einen neuen Tarifvertrag, wurden zum Haupttreiber des wachsenden Defizits. Das jährliche Minus weitete sich von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 6,3 Millionen Euro im Jahr 2025 aus. Die endgültigen, geprüften Zahlen werden im Juni erwartet und sollen die finanzielle Lage des Flughafens für das Jahr bestätigen.
Die Passagiererholung des Flughafens Dortmund stellt zwar eine deutliche Wende seit 2021 dar, doch die finanziellen Belastungen bleiben bestehen. Mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro und steigenden Betriebskosten muss der Flughafen diese Herausforderungen angehen, bevor die Juni-Prüfung die Ergebnisse für 2025 finalisiert.






