Frau verklagt Sparkasse: 98.000 Euro auf verschollenem Sparkonto blockiert
Songül EigenwilligFrau verklagt Sparkasse: 98.000 Euro auf verschollenem Sparkonto blockiert
Eine Frau aus Heiligenhaus klagt gegen die Kreissparkasse Düsseldorf, um 98.000 Euro von ihrem Sparguthaben zurückzufordern. Der Streit begann, als die Bank die Existenz ihres Kontos leugnete und die Auszahlung der Gelder verweigerte.
Die Frau versuchte erstmals im Mai 2024, ihr Sparkonto aufzulösen. Die Bank wies ihren Antrag jedoch zurück mit der Begründung, das Konto existiere nicht. Sie hatte das Konto 2003 über ihren verstorbenen Ehemann eröffnet und verfügte über Kontoauszüge, die zwei Jahrzehnte zurückreichen.
Der letzte Auszug in ihrem Besitz stammt aus dem Februar 2024. Trotz der Vorlage dieser Unterlagen warf ihr die Kreissparkasse Düsseldorf Urkundenfälschung vor. Ihr Anwalt, Volker Kukorus, geht davon aus, dass die Bank einen Fehler begangen hat, und setzt sich für die Freigabe des Geldes ein.
Der Fall kam heute vor dem Landgericht Düsseldorf zur Verhandlung. Die Frau hofft auf ein Urteil zu ihren Gunsten, das die Bank zur Rückgabe der 98.000 Euro verpflichtet.
Im Prozess wird entschieden, ob die Bank die strittigen Gelder freigeben muss. Bei einem Erfolg würde die Frau nach monatelanger rechtlicher Unsicherheit ihr Erspartes zurückerhalten. Das Urteil wird zudem Klarheit über die Gültigkeit ihrer langjährig geführten Kontobelege schaffen.






