22 March 2026, 18:33

Grenzüberschreitende Katastrophenübung testet Einsatzkräfte in Gangelt

Metallischer Verbandkasten mit der Aufschrift "Verbandkasten für Gaseinsatz" auf schwarzem Hintergrund.

Grenzüberschreitende Katastrophenübung testet Einsatzkräfte in Gangelt

Großübung für den Katastrophenfall: Deutschland, Niederlande und Belgien proben grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien simulierten gemeinsam einen schweren Unfall mit gefährlichen Stoffen und einer hohen Zahl von Verletzten. Die Übung war die erste dieser Art seit acht Jahren und unterstrich die Bedeutung der grenzüberschreitenden Vorbereitung auf Krisenfälle.

Das Szenario spielte sich an der Kreisstraße 13, einer Umgehungsstraße in Gangelt, ab: Ein Lastwagen mit giftigen Chemikalien kollidierte dort mit einem Reisebus und mehreren Pkw. Die Kollision löste Explosionen aus, führte zu einem gefährlichen Austritt von Schadstoffen und verursachte Dutzende Verletzte, von denen einige in den Wracks eingeklemmt waren. Niederländische Einheiten in spezieller Schutzkleidung übernahmen die Eindämmung der ätzenden Substanz.

Mehr als 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil, um die Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern zu erproben. Drohnen wurden eingesetzt, um die Lage aus der Luft zu erfassen, während die Einsatzkräfte unter unterschiedlichen rechtlichen und operativen Rahmenbedingungen arbeiteten. Die Straße blieb den Großteil des Tages gesperrt und wurde erst am späten Abend wieder freigegeben.

Die Veranstalter zogen später eine positive Bilanz: Trotz nationaler Unterschiede in den Abläufen habe die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert. Die letzte vergleichbare Übung hatte 2018 stattgefunden – diese aktuelle Probe war daher ein wichtiger Test für die heutige grenzüberschreitende Einsatzfähigkeit.

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Die Übung endete mit lobenden Rückmeldungen zur Teamarbeit zwischen den deutschen, niederländischen und belgischen Kräften. Die Kreisstraße 13 war bis Samstagabend wieder für den normalen Verkehr freigegeben. Behörden betonten, wie entscheidend solche Übungen sind, um die Einsatzbereitschaft für reale Notfälle in Grenzregionen zu gewährleisten.

Quelle