Henkel erhöht Preise wegen steigender Öl- und Logistikkosten
Henkel, Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, passt nun seine Preispolitik an, um die gestiegenen Ausgaben für Rohstoffe und Logistik zu bewältigen.
Der Schritt erfolgt, nachdem Zulieferer und Logistikunternehmen ihre eigenen Kostensteigerungen an Henkel weitergeben und so die Gewinnmargen belasten. Die Ölpreiserhöhungen wirken sich indirekt auf Henkel aus, da sie die Kosten für Rohmaterialien, Lieferketten und Transport in die Höhe treiben. Dennoch zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, dass die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen nicht das gesamte Jahr anhalten werden.
Um diesen Druck abzufedern, setzt Henkel auf die Stärken seiner Produkte, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte davor, notwendige Preisanpassungen hinauszuzögern, und betonte, dass die steigenden Kosten angegangen werden müssten. Dank der starken Marken wie Persil und Schwarzkopf bleiben die Kunden dem Unternehmen auch bei höheren Preisen treu.
Henkel verzeichnete 2021 einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro, doch aktuelle Prognosen deuten auf eine Verlangsamung hin. Für 2025 wird mit einem Rückgang gerechnet, während für 2026 nur ein moderates Wachstum von 1–3 Prozent erwartet wird. Zudem hat das Unternehmen sein Portfolio erweitert und die US-Haarpflegemarke Not Your Mother's übernommen, um seine Marktposition zu stärken.
Weniger als 20 Prozent der Henkel-Belegschaft arbeiten in Deutschland, und es gibt vorerst keine Ankündigungen zu Stellenkürzungen oder Gehaltsanpassungen in den wichtigsten Märkten. Dennoch bleiben Konsumschwäche und Währungsschwankungen weiterhin Herausforderungen für das Unternehmen.
Mit dem Fokus auf Produktqualität und Markentreue versucht Henkel, die Auswirkungen der Preiserhöhungen abzumildern. Das Unternehmen steuert durch eine schwierige Phase, in der es gilt, Kostendruck und vorsichtigen Optimismus hinsichtlich einer Erholung in Einklang zu bringen.
Aktuell bleiben die globalen Geschäftsaktivitäten stabil, auch wenn die Wachstumsprognosen angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit verhalten ausfallen.






