28 March 2026, 20:35

Immobilien in Deutschland: Warum Wohneigentum für viele unerreichbar wird

Schwarz-weißes Architekturzeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dachfirst, beschriftet als Deutschlands erstes Haus, begleitet von detaillierten Bauplänen und Text.

Immobilien in Deutschland: Warum Wohneigentum für viele unerreichbar wird

Immobilienbesitz in Deutschland wird durch steigende Steuern und strenge Vorschriften immer teurer

Experten warnen, dass die hohen Kosten – von Grunderwerbsteuer bis zu klimabedingten Sanierungen – Wohneigentum für viele unerschwinglich machen. Nun deuten neue Vorschläge darauf hin, dass die Belastung für Immobilienbesitzer noch weiter steigen könnte.

Die finanzielle Bürde beim Immobilienerwerb in Deutschland ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Käufer müssen mit sofortigen Zusatzkosten von mindestens 10 Prozent des Kaufpreises rechnen – für Maklergebühren, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer. Hinzu kommt, dass Hypotheken oft so gestaltet sind, dass am Ende der Laufzeit eineinhalb Mal der ursprüngliche Kaufpreis zurückgezahlt wird.

Strenge Bauvorschriften treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe, während neue Klimaregeln Eigentümer zu teuren Pflichtmodernisierungen zwingen. Die Grundsteuerreform 2025 hat zudem in vielen Regionen zu höheren Abgaben geführt. In Mittenaar (Hessen) stieg der Hebesatz beispielsweise von 250 auf 320 Prozent, in Hamm (Nordrhein-Westfalen) erhöhte sich der Satz für Wohnimmobilien von 678 auf einheitlich 834 Prozent. Da die Kommunen die Hebesätze selbst festlegen, gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern – etwa in Bayern und Baden-Württemberg fallen die Abgaben niedriger aus.

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Da Mieten stark staatlich subventioniert werden, verliert Wohneigentum weiter an Attraktivität. Gleichzeitig betrachten Politiker Immobilien zunehmend als Einnahmequelle. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat weitere Steuererhöhungen vorgeschlagen – darunter eine Abgabe auf Bodenwertsteigerungen, selbst wenn diese allein auf Inflation und nicht auf reale Wertzuwächse zurückgehen.

Die Kombination aus höheren Steuern, strengeren Vorschriften und steigenden Nebenkosten setzt Immobilienbesitzer in Deutschland massiv unter Druck. Mit den geplanten Reformen und möglichen künftigen Abgaben könnte die finanzielle Belastung für Käufer und Investoren noch weiter zunehmen. Die Kluft zwischen Mieten und Eigentum wird damit immer größer – und prägt den Wohnungsmarkt des Landes auf Jahre hinaus.

Quelle