19 June 2026, 20:27

Köln und Düsseldorf fordern radikale Drogenpolitik: Legalisierter Kleinhandel als Lösung

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern radikale Drogenpolitik: Legalisierter Kleinhandel als Lösung

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf drängen auf gesetzliche Änderungen, um die wachsenden Drogenprobleme in ihren Städten zu bekämpfen. Sie schlagen mutige neue Maßnahmen vor, darunter ausgewiesene Räume für den Kleinhandel mit harten Drogen sowie medizinisch betreute Hilfszentren. Ziel ist es, die Kriminalität zu verringern und die Belastung öffentlicher Plätze durch Suchterkrankungen zu mindern.

Torsten Burmester, der SPD-Oberbürgermeister von Köln, wies auf die zunehmenden Probleme im Kölner Neumarkt hin. Dort habe sich ein zentraler Treffpunkt für Drogenabhängige entwickelt, was Anwohner und Unternehmen verunsichere. In Düsseldorf beschrieb CDU-Oberbürgermeister Stephan Keller, wie Süchtige zu aggressivem Betteln, Diebstahl und Prostitution griffen – manche würden sich sogar in öffentlichen Räumen erleichtern.

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Beide Oberbürgermeister haben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) geschrieben und eine rechtliche Prüfung des Kleinhandels in Drogenkonsumräumen gefordert. Sie wünschen sich klarere, rechtlich abgesicherte Richtlinien für das Personal in diesen Einrichtungen. Die geplanten Zentren sollen schwerstabhängigen Nutzern ermöglichen, unter Aufsicht kleine Mengen harter Drogen zu kaufen und zu verkaufen.

Inzwischen hat Crack Heroin als meistkonsumierte illegale Droge in großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund abgelöst. Keller betonte, dass beide Städte bereit seien, beim Thema Legalisierung des Handels mit harten Drogen voranzugehen – in der Hoffnung, damit Kriminalität einzudämmen und die Belastung für den öffentlichen Raum zu verringern.

Zu den Vorschlägen der Oberbürgermeister gehören überwachte Räume für den kleinteiligen Drogenhandel sowie Beratungsstellen für Konsumenten. Sie sind überzeugt, dass diese Schritte Rechtssicherheit für Mitarbeiter schaffen und die Situation in betroffenen Vierteln verbessern werden. Die Forderung nach einer rechtlichen Prüfung markiert einen wichtigen Schritt im Umgang mit der wachsenden Drogenkrise in den Ballungsräumen.

Quelle