21 March 2026, 02:32

Lamin Leroy Gibba gewinnt Bayerischen Fernsehpreis für "Black Fruits"

Schwarß-weißes Porträt von Johann Wilhelm Klein, Direktor des Instituts für Blinde in Wien, der einen weißen Hemd trägt und ernst schaut, begleitet von deutschem Text unten.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland! - Lamin Leroy Gibba gewinnt Bayerischen Fernsehpreis für "Black Fruits"

Lamin Leroy Gibba, Schöpfer und Hauptdarsteller der ARD-Serie "Black Fruits", erhält für sein Werk den Bayerischen Fernsehpreis (Blauer Panther). Die Serie, an der er auch als Co-Autor mitwirkte, begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann aus Hamburg – eine Erfahrung, die Gibbas eigenem Leben nahekommt. Mit natürlich klingenden, doch präzise ausgearbeiteten Dialogen hat die Produktion sowohl Kritiklorbeeren geerntet als auch eine Nominierung für den Grimme-Preis erhalten.

Gibba wuchs als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg auf und zeigte früh eine Leidenschaft für Schauspiel und Geschichten. Nach seinem Studium an der New School der New York University traf er auf Branchengrößen wie Julianne Moore und Emma Stone, die seine Fähigkeiten in Regie und Drehbuchschreiben prägten.

Die Idee zu "Black Fruits" entstand, nachdem Gibba nach Berlin gezogen war – frustriert von der Kluft zwischen seinem Selbstbild und der Wahrnehmung Deutschlands. Einmal erklärte er sogar: "Auf Wiedersehen, Deutschland!" – ein Gefühl, das seinen Entschluss bestärkte, Lalos Geschichte zu erzählen.

Am Set setzte Gibba auf Vielfalt: Hinter der Kamera arbeitete vor allem queeres Personal und People of Color. Die Serie thematisiert Rassismus, Sexismus und Homophobie nicht als dramatische Handlungsstränge, sondern als alltägliche Realitäten. Ihr locker, aber messerscharf formulierter Dialog verleiht ihr den Anschein von Improvisation – dabei ist jede Zeile akribisch durchdacht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Erfolg blieb nicht aus: Gibba landete auf der "30 unter 30"-Liste von Forbes, und "Black Fruits" erhielt mit einer Grimme-Preis-Nominierung Anerkennung – wenn auch nur für Gibba persönlich, nicht für die Serie selbst.

Der Bayerische Fernsehpreis reiht sich nun in die wachsende Liste von Auszeichnungen für Gibbas "Black Fruits" ein. Seine Arbeit hat dem deutschen Fernsehen frische Stimmen verliehen – eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und scharfer Gesellschaftsbeobachtung. Die Serie besticht weiterhin durch ihre Authentizität und das Talent, das dahintersteht.

Quelle