Merkur will mit Spielautomaten und Online-Geschäft bis 2026 auf 2,3 Milliarden Euro wachsen
Cynthia MatthäiDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur will mit Spielautomaten und Online-Geschäft bis 2026 auf 2,3 Milliarden Euro wachsen
Deutscher Spielehersteller Merkur setzt ehrgeizige Wachstumsziele
Der deutsche Spieleautomatenhersteller Merkur hat sich für die kommenden Jahre ambitionierte Wachstumspläne gesetzt. Nach einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2024 strebt das Unternehmen nun an, diese Summe bis 2026 um 10 Prozent zu steigern. Dazu gehören die Ausweitung der Präsenz in Nordamerika sowie der Ausbau des Online-Geschäfts.
Im Jahr 2024 erzielte Merkur einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast die Hälfte der Einnahmen stammte aus internationalen Märkten, wobei Großbritannien nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 15.300 Mitarbeiter und betreibt weltweit über 100.000 Spielautomaten, die alle im Werk in Lübbecke produziert werden.
2025 übernahm Merkur den US-amerikanischen Spieleentwickler Gaming Arts, um seine Softwarekompetenz zu stärken. Während Gaming Arts sich auf die Spieletwicklung konzentriert, bleibt Merkur für die Hardware zuständig. Das Unternehmen sieht in den USA große Chancen, wo der Markt von wenigen großen Anbietern dominiert wird.
Merkur plant, künftig jährlich tausende Spielautomaten nach Nordamerika zu exportieren. Die ersten Lieferungen 2025 umfassen 800 bis 1.000 Geräte, mittelfristig sollen es innerhalb von drei Jahren 5.000 pro Jahr werden. Die Expansion ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Online-Umsätze zu steigern und bis 2026 insgesamt 2,3 Milliarden Euro zu erwirtschaften.
Der Vorstoß in den nordamerikanischen Markt und die Übernahme von Gaming Arts unterstreichen Merkurs Wachstumskurs. Mit klaren Schwerpunkten auf Software-Partnerschaften und Hardware-Exporte will das Unternehmen seine Position in den wichtigsten Märkten festigen. Ob das angestrebte Umsatzplus gelingt, hängt von der erfolgreichen Umsetzung dieser Pläne in den nächsten Jahren ab.






