19 March 2026, 12:37

Moers ehrt jüdische Vergangenheit mit neuer Erinnerungsbroschüre

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers ehrt jüdische Vergangenheit mit neuer Erinnerungsbroschüre

Moers würdigt seine jüdische Geschichte mit neuer Broschüre

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Mit der Veröffentlichung der Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" setzt Moers ein Zeichen zur Erinnerung an die einst blühende jüdische Gemeinde der Stadt. Die Publikation dokumentiert die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse dieser Vergangenheit. Die Initiative fällt zusammen mit der Bekanntgabe von Bürgermeisterin Julia Zupancic, die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers zu übernehmen.

Vor 1933 waren jüdische Bürgerinnen und Bürger fest in Moers verwurzelt – Persönlichkeiten wie Dr. Hermann Bähr oder Maria Djuk prägten das lokale Leben. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten folgten Deportationen und der Holocaust, die die Gemeinde nahezu auslöschten. Heute zeugen nur noch verstreute Spuren von ihrem einstigen Wirken.

Die neue Broschüre beleuchtet diese Geschichte: von den frühen jüdischen Siedlungen über die ehemalige Synagoge und die Stolpersteine bis hin zu den Deportationen. Erhältlich ist sie für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen der Stadt.

Bei einem Treffen mit dem Vorstand der Gesellschaft betonte Bürgermeisterin Zupancic ihren Einsatz für die Bewahrung des jüdischen Erbes und den Kampf gegen Antisemitismus. Die Gesellschaft, die bundesweit gut vernetzt ist, hatte zuvor die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers geholt.

Ein zentrales Anliegen bleibt die Einbindung junger Menschen. Regelmäßig kooperiert die Gesellschaft mit Schulen, um Schülerinnen und Schüler über die jüdische Geschichte und ihr Vermächtnis in der Region aufzuklären.

Die Broschüre schafft eine greifbare Erinnerung an Moers' jüdische Vergangenheit. Mit Unterstützung der Bürgermeisterin will die Gesellschaft diese Geschichte sichtbar und zugänglich halten. Erhältlich ist die Publikation für drei Euro in Bibliotheken, Rathäusern und anderen öffentlichen Stellen.

Quelle