NRW-Kinderministerin verteidigt umstrittene Kita-Kernöffnungszeiten gegen Fachkräftemangel
Songül EigenwilligNRW-Kinderministerin verteidigt umstrittene Kita-Kernöffnungszeiten gegen Fachkräftemangel
Nordrhein-Westfalens neue Kinderministerin Verena Schäffer verteidigt umstrittene Pläne für Kernöffnungszeiten in Kitas
Die neue Kinderministerin von Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, hat die umstrittenen Pläne zur Einführung von Kernbetreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen verteidigt. Das Vorhaben zielt darauf ab, den akuten Mangel an qualifizierten Fachkräften durch eine Umstrukturierung der Personaleinsatzmodelle zu bewältigen. Schäffer betont, dass das aktuelle System ohne Reformen nicht mehr tragfähig sei.
Nach dem neuen Kinderbildungsgesetz sollen Kitas ihre Öffnungszeiten in zwei Abschnitte aufteilen: Voll ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher würden täglich fünf "Kernstunden" abdecken, während ergänzende Kräfte - die nur zwei statt drei Jahre ausgebildet wurden - die übrigen "Randzeiten" übernehmen. Schäffer argumentiert, dass dieses Modell es den Einrichtungen ermöglichen würde, auch dann geöffnet zu bleiben, wenn Stellen für vollqualifiziertes Personal unbesetzt bleiben.
Kritik gibt es vor allem wegen der Befürchtung, dass die Reform die Betreuungsqualität insgesamt verschlechtern könnte. Die Ministerin entgegnet, dass das System vor allem mehr Planbarkeit benötige, um funktionieren zu können. Zwar arbeiten einige Kindergärten in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen bereits mit ähnlichen Modellen - etwa von 7:30 bis 16:30 Uhr oder von 8:00 bis 16:00 Uhr -, doch liegen keine Daten vor, wie gut diese Modelle in der Praxis funktionieren oder welche Herausforderungen sie mit sich bringen.
Schäffer räumt ein, dass ein Festhalten am Status quo angesichts der aktuellen Personalkrise keine Option sei. Die vorgeschlagenen Änderungen seien ein notwendiger Schritt, um den Betrieb der Einrichtungen aufrechtzuerhalten.
Die Reform würde es Kitas ermöglichen, für die Randzeiten auch Kräfte mit kürzerer Ausbildung einzusetzen. Sollte das Modell umgesetzt werden, könnte es die Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen grundlegend verändern. Kritiker jedoch bleiben skeptisch und warnen vor möglichen negativen Auswirkungen auf die Bildungsstandards und die Stabilität des Personals.
Minister Schäffer Defends Kita Reforms Amid Staff Shortages
Minister Schäffer has reiterated her defense of the core-time model in a recent interview with Rheinische Post. She stated, 'There are simply not enough qualified staff at the moment. We have no choice but to either restrict care hours or become more flexible with staffing.' The reform would allow fully trained educators to cover five core hours daily, with two-year-trained assistants handling remaining hours.






