Rodungsverbot 2024: Warum Sie jetzt keine Bäume oder Hecken schneiden dürfen
Adelinde WalterRodungsverbot 2024: Warum Sie jetzt keine Bäume oder Hecken schneiden dürfen
Jährliches Rodungsverbot: Vom 1. März bis 30. September gilt bundesweit ein striktes Fäll- und Schnittverbot für Bäume und Sträucher
Jedes Jahr tritt vom 1. März bis zum 30. September ein bundesweites Verbot in Kraft, Bäume oder Sträucher zu fällen oder stark zurückzuschneiden. Die im Bundesnaturschutzgesetz verankerte Regelung dient dem Schutz brütender Vögel, Insekten und anderer Wildtiere, die auf diese Pflanzen als Lebensraum angewiesen sind. Hausbesitzer und Grundstücksverantwortliche müssen die Vorschriften nun streng beachten, um Bußgelder zu vermeiden.
Betroffen sind Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und alle verholzenden Pflanzen – egal ob in Gärten, Parks oder natürlichen Landschaften. Während der Schutzperiode sind das Fällen, Auf-den-Stock-Setzen oder Entfernen solcher Vegetation grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es nur bei behördlich angeordneten Maßnahmen, Vorhaben im öffentlichen Interesse oder Eingriffen, die nach § 15 des Bundesnaturschutzgesetzes genehmigt wurden. Selbst in diesen Fällen ist eine vorherige behördliche Zustimmung erforderlich.
Leichte Pflegearbeiten, etwa vorsichtiges Formieren, bleiben erlaubt – allerdings nur im absolut notwendigen Umfang. Dabei ist darauf zu achten, Tiere nicht zu stören. Auch außerhalb der Schutzzeit können größere Schnittmaßnahmen oder das Fällen alter Bäume unter Umständen eine artenschutzrechtliche Prüfung erfordern, bevor sie durchgeführt werden dürfen.
Verstöße gegen das Rodungsverbot gelten als Ordnungswidrigkeiten und werden mit empfindlichen Geldstrafen geahndet. Nicht betroffen von der Regelung sind genehmigte Bauprojekte, bei denen eine minimale Vegetationsbeseitigung unvermeidbar ist.
Die Schutzfrist endet am 30. September; ab dem 1. Oktober sind wieder umfangreichere Schnitte erlaubt. Bis dahin sind nur geringe, zwingend notwendige Eingriffe gestattet. Die Vorschriften stellen sicher, dass Bäume und Sträucher in den kritischen Monaten ungestört bleiben – wenn die Tierwelt sie am dringendsten braucht.






