02 April 2026, 14:28

Solingen diskutiert Schutz kritischer Infrastruktur vor gezielten Angriffen bis 2028

Eine Liniengrafik, die die Konfliktmilderungsfinanzierung in Sudan zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Solingen diskutiert Schutz kritischer Infrastruktur vor gezielten Angriffen bis 2028

Solingen gastierte kürzlich eine hochrangige Diskussion zum Schutz kritischer Infrastruktur vor wachsenden Sicherheitsbedrohungen. Die von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) organisierte Veranstaltung brachte Militär, Polizei und Rettungskräfte zusammen, um die zivil-militärische Zusammenarbeit zu erörtern. Experten warnten vor möglichen gezielten Angriffen auf lebenswichtige Versorgungsleistungen wie Wasser, Strom und Gas bis zum Jahr 2028.

Die Konferenz unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – wie gestaltet sich die zivil-militärische Zusammenarbeit?" versammelte führende Vertreter aus Sicherheits- und Verteidigungsbereichen. Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Heimatsschutzdivision der Bundeswehr, skizzierte ein Szenario, in dem zivile Infrastruktur innerhalb der nächsten fünf Jahre vorsätzlich lahmgelegt werden könnte. Er plädierte für einen dreigliedrigen Ansatz: mentale Vorbereitung, organisatorische Abstimmung und militärische Unterstützung.

Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte, wie die Polizei in die Krisenbewältigung eingebunden ist. Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, betonte, dass die Schutzmaßnahmen der Stadt gut vorankämen – die aktuellen Bemühungen seien "auf dem richtigen Weg".

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die laufende Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW). In den vergangenen zwei Jahren wurden in gemeinsamen Übungen wie LÜKEX die Abläufe zwischen den Behörden in Notfallsituationen getestet. Während die Bundeswehr logistische und infrastrukturelle Unterstützung leistet, übernehmen lokale Behörden die operative Koordination vor Ort.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, eröffnete und schloss die Debatten. Sie unterstrich, dass die Verteidigung von Freiheit, Frieden und Demokratie eine widerstandsfähige Gesellschaft erfordere. Nach den offiziellen Gesprächen tauschten sich die Teilnehmer informell aus und zeigten sich optimistisch über Solingens Fortschritte auf dem Weg zu einer sichereren Stadt.

Die Konferenz unterstrich die Notwendigkeit eines abgestimmten Vorgehens zwischen militärischen und zivilen Akteuren. Solingens Fokus auf Infrastruktur-Schutz und gemeinsame Übungen zielt darauf ab, Schwachstellen zu verringern, bevor Krisen eintreten. Veranstalter und Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die städtischen Abwehrkräfte durch kontinuierliche Zusammenarbeit weiter zu stärken.

Quelle