Tausende protestieren in Köln gegen Rassismus und die AfD – doch weniger als erwartet
Songül EigenwilligTausende protestieren in Köln gegen Rassismus und die AfD – doch weniger als erwartet
Mehr als tausend Menschen versammelten sich am Samstag in Köln, um gegen Rassismus und die rechtsextreme AfD-Partei zu protestieren. Die von dem Bündnis "Köln nimmt Stellung" organisierte Demonstration stand unter dem Motto des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung. Die Polizei hatte zunächst mit deutlich höheren Teilnehmerzahlen gerechnet – Schätzungen gingen von bis zu 10.000 Menschen in der gesamten Stadt aus.
Der Marsch begann am Südermannplatz, wo sich die Menge mit bunten Fahnen und Transparenten versammelte. Viele trugen Schilder mit Parolen wie "Herz statt Hass", die sich gegen Diskriminierung und rechtsextreme Politik richteten. Die Route führte die Demonstranten entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz, wo eine Kundgebung stattfand.
Auf der Veranstaltung zog ein Wagen des satirischen Künstlers Jacques Tilly die Blicke auf sich. Bekannt für seine Protestkunst, richtete sich Tillys Werk gezielt gegen die AfD. Die Demonstration in Köln war eine von mehreren in der Region, wobei nicht alle den Fokus auf Antirassismus legten: In Bonn gab es eine kleinere, pro-kurdische Kundgebung, während in Düsseldorf eine separate Veranstaltung für die Freiheit im Iran stattfand.
Obwohl in Köln etwas mehr als 1.000 Menschen zusammenkamen, hatten die Organisatoren auf eine größere Beteiligung gehofft. Die Polizei war auf bis zu 10.000 Teilnehmer vorbereitet, doch bundesweite Zahlen lagen nicht vor. Vergleichbare Veranstaltungen in anderen Städten, wie die Iran-Proteste in Düsseldorf mit 5.000 bis 10.000 Teilnehmern, unterschieden sich sowohl in Thema als auch in Umfang.
Die Demonstration endete mit Reden und Appellen für anhaltendes Engagement gegen Rassismus. Zwar blieb die Kölner Kundgebung kleiner als erwartet, doch reiht sie sich ein in eine breitere Bewegung zum internationalen Gedenktag. Organisatoren und Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, sich weiterhin gegen Diskriminierung und rechtsextremen Einfluss zu stellen.






