Vollsperrung der Bensberger Straße: Sechs Wochen Chaos im Bergischen
Songül EigenwilligVollsperrung der Bensberger Straße: Sechs Wochen Chaos im Bergischen
Bensberger Straße in Heidkamp seit Montag für mindestens sechs Wochen in Richtung Stadtzentrum gesperrt
Seit Montag ist die Bensberger Straße in Heidkamp in Richtung Innenstadt für voraussichtlich mindestens sechs Wochen voll gesperrt. Die Maßnahme ist Teil laufender Straßenbauarbeiten, doch Autofahrer kommen mit den Änderungen nur schwer zurecht. Besonders zu Stoßzeiten bilden sich lange Staus, da viele Fahrer die offizielle Umleitung ignorieren.
Die Stadtverwaltung bestätigte, dass die Sperrung am Montag begann. Eine Blockade der Hüttener Straße als Ausweichroute sei jedoch nicht geplant. Beamte erklärten, dass eine Zwangsführung des Verkehrs über die Umleitung die Staus nicht lösen würde. Stattdessen werde die Situation beobachtet, und bei Bedarf könnten Hinweisschilder angepasst werden.
Mehr als 80 Prozent der Autofahrer fahren bis zur Baustelle, bevor sie nach links in die Hüttener Straße abbiegen. Dies führt zu weiteren Verzögerungen auf der Bensberger Straße und der Senefelder Straße. Die Stadt warnte zudem davor, dass die Rübezahlwaldstraße in etwa zwei Wochen überlastet sein könnte – vor allem nach Ende der Herbstferien, wenn benachbarte Einrichtungen ihren Betrieb wieder aufnehmen.
Die Verwaltung erhielt Details zur Baustelle gegen 17 Uhr, doch Nachfragen blieben unbeantwortet. Man verteidigte die eigene Kommunikation mit dem Hinweis, dass die Arbeiten auf der Website der Stadt veröffentlicht worden seien. Für öffentliche Bekanntmachungen sei jedoch nicht die Stadt, sondern der Auftragnehmer zuständig. Auch die Regelung der Einbahnstraße falle in dessen Verantwortungsbereich.
Um den Verkehrsfluss zu verbessern, prüft die Stadt derzeit die Ampelschaltungen an der Lerbacher Weg/Bensberger Straße. Sollte sich ein festes Signalprogramm als wirksam erweisen, könnte es eingeführt werden.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich mindestens sechs Wochen andauern, und es gibt vorerst keine Änderungen am Umleitungskonzept. Die Stadt wird das Verkehrsaufkommen weiter beobachten und bei Bedarf Schilder oder Ampeln anpassen. Autofahrer werden aufgefordert, die offizielle Umleitung zu nutzen, um zusätzliche Staus zu vermeiden.






