25 April 2026, 14:36

Zufit Simons The Fight Club feiert raue Uraufführung in Hannover

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in dynamischen, synchronisierten Posen mit detaillierter Kleidung und Gesichtsausdrücken.

Zufit Simons The Fight Club feiert raue Uraufführung in Hannover

Choreografin Zufit Simon präsentiert ihre neueste Arbeit The Fight Club am 23. April beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover

Mit The Fight Club wagt die Choreografin Zufit Simon einen weiteren kühnen Schritt in ihrer Karriere, die sich durch die Ablehnung traditioneller Erzählstrukturen und die Hinwendung zu roher, konfrontativer Bewegung auszeichnet. Die 1980 in Israel geborene Künstlerin prägt seit 25 Jahren die deutsche zeitgenössische Tanzszene mit ihrer kompromisslosen Vision.

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Ihr Debüt auf der Bühne gab Simon 2002 in Turm zu Babel der Company CobosMika in München. Seitdem hat sie in einem Netzwerk von Städten – München, Braunschweig und Berlin – gearbeitet, kollaborierte mit Koproduzent:innen und Künstlerkolleg:innen. Früh erhielt sie Unterstützung von Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihren Karriereweg ebnete.

Ihr neues Stück The Fight Club bricht mit ihrem bisherigen Stil, indem es sich auf Kampf und männliche Aggression konzentriert. Die Choreografie verzichtet auf romantisches Spektakel und schafft stattdessen eine kühle, beunruhigende Energie, die sowohl die Performenden als auch das Publikum herausfordert. Simons Ansatz spielt oft mit Verwirrung und untergräbt bewusst Erwartungen, um das Publikum zu verunsichern.

Doch ihre Arbeit steht vor wachsenden Herausforderungen: 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die konzeptionelle Förderung, was unabhängige Künstler:innen unter Druck setzte. 2024 musste das LOT-Theater in Braunschweig – ein weiterer zentraler Spielort – wegen Insolvenz schließen. Trotz dieser Rückschläge bleibt Simons Einfluss ungebrochen. 2025, mit 45 Jahren, erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk – eine Würdigung jahrzehntelanger Innovation.

The Fight Club feiert Premiere in einer Phase, in der Simons Karriere neue Höhen erreicht, während die Independent-Szene mit Kürzungen und Schließungen kämpft. Die Uraufführung in Hannover wird ihre markante Mischung aus Konfrontation und Präzision zeigen und ihren Ruf als eine der mutigsten Choreografinnen Deutschlands festigen. Gleichzeitig unterstreicht der Festivalauftritt die Widerstandsfähigkeit von Künstler:innen in einem zunehmend instabilen Kulturumfeld.

Quelle