Großrazzia in Münster: Zoll fasst mutmaßliche Lohnbetrüger mit 150 Beamten
Cynthia MatthäiGroßrazzia in Münster: Zoll fasst mutmaßliche Lohnbetrüger mit 150 Beamten
Großrazzia in Münster und Senden am heutigen Morgen
In Münster und Senden läuft seit den frühen Morgenstunden eine großangelegte Aktion. Zollbehörden vollstrecken Haftbefehle gegen eine Gruppe, der Lohnbetrug und Untreue vorgeworfen wird. An der koordinierten Operation sind fast 150 Beamte und Mitarbeiter beteiligt.
Das Hauptzollamt Münster leitete die Razzia in den frühen Stunden des Tages ein. Der Hauptverdächtige, ein 33-jähriger Mann, führte ein Bauunternehmen, meldete Mitarbeiter jedoch nicht bei der Sozialversicherung an. Zudem zahlte er keine Beiträge zur Berufsgenossenschaft.
Zwei weitere Personen – eine 54-jährige Frau und ein 61-jähriger Mann – sollen ihn dabei unterstützt haben. Der 33-Jährige wurde in seiner Wohnung festgenommen, auch der 61-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Eine weitere Frau steht nun unter Verdacht, in die Machenschaften verwickelt zu sein.
Durchsucht werden sieben Objekte, darunter vier Wohnungen und drei Geschäftsräume. Zollspürhunde kommen zum Einsatz, um verstecktes Bargeld aufzustöbern. Die Ermittlungen laufen bereits seit Monaten; erste Ergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet.
An der Aktion sind rund 110 Zollbeamte, etwa 40 Bundespolizisten sowie Vertreter der Staatsanwaltschaft und der kommunalen Behörden beteiligt. Den Beschuldigten werden Vorwürfe wie Lohnvorenthaltung, Untreue und Betrug gemacht. Die Ermittlungen dauern an.






