21 March 2026, 16:52

Mona Neubaur fordert schärfere Gesetze gegen Deepfake-Missbrauch nach Fall Collien Fernandes

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes im Anzug und mit Krawatte mit zentrierter Schrift und einem Logo, das einen historischen Zitat über politische Verhaltensweisen enthält.

Mona Neubaur fordert schärfere Gesetze gegen Deepfake-Missbrauch nach Fall Collien Fernandes

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, hat sich zu der dringenden Notwendigkeit von Rechtsreformen geäußert, um den Missbrauch durch Deepfakes zu bekämpfen. Ihre Äußerungen folgen auf die öffentlichen Schilderungen der Schauspielerin Collien Fernandes, die selbst Opfer manipulierter expliziter Bilder wurde. Neubaur bezeichnete Fernandes als eine "mutige Frau", deren Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, ein starkes Signal an andere Betroffene sende.

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Neubaur lobte Fernandes dafür, das Schweigen über Deepfake-Missbrauch gebrochen zu haben. Ihre Offenheit sei ein "wichtiger Schritt", um das Bewusstsein für ein wachsendes Problem zu schärfen. Solche Fälle seien längst keine Einzelfälle mehr, sondern ein "flächendeckendes Problem", das schnelleres juristisches Handeln erfordere, betonte die Politikerin.

Die aktuellen Gesetze wiesen "erhebliche Lücken" beim Umgang mit digitaler Gewalt auf, warnte Neubaur. Sie schlug Reformen des Sexualstrafrechts vor, um physische und digitale Straftaten gleichzustellen. Einer ihrer Vorschläge sieht die Einrichtung spezialisierter Gerichte vor, die sich mit sexualisierter Gewalt befassen – unabhängig davon, ob sie online oder offline verübt wird.

In Deutschland laufen derzeit Ermittlungsverfahren gegen den Ex-Mann von Fernandes wegen des Verdachts, Deepfake-Pornografie verbreitet zu haben. Details sind jedoch noch unklar, und es wurden bisher keine Anklagen erhoben. Obwohl Fernandes in Spanien lebt, gibt es keine öffentlichen Informationen darüber, dass spanische Behörden in dem Fall aktiv geworden wären. Spaniens Rolle beschränkt sich bisher auf mögliche Zuständigkeitsfragen; konkrete rechtliche Schritte oder unterstützende Institutionen sind nicht bekannt.

Neubaurs Forderung nach Reformen unterstreicht die Notwendigkeit eines besseren Schutzes vor Deepfake-Missbrauch. Der Fall Collien Fernandes hat die rechtlichen Defizite – sowohl in Deutschland als auch international – in den Fokus gerückt. Zwar laufen die Ermittlungen weiter, doch konkrete gesetzliche Änderungen stehen noch aus.

Quelle