Münsters Titanick Theater gerettet: 40.000 Euro mehr nach Kürzungsdrohung
Cynthia MatthäiMünsters Titanick Theater gerettet: 40.000 Euro mehr nach Kürzungsdrohung
Münsters Titanick Theater erhält in letzter Minute unerwartete Mittelaufstockung
Das Titanick Theater in Münster hat kurzfristig eine Erhöhung seiner Förderung durchgesetzt – nach drohenden Kürzungen von fast 50 Prozent im Haushalt. Damit wird ein früherer Beschluss revidiert, der die Betriebskostenzuschüsse des Theaters nahezu halbiert hätte. Stattdessen erhält die Spielstätte in den nächsten zwei Jahren nun 40.000 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen.
Die geplanten Kürzungen waren zunächst vom Kulturausschuss der Stadt Münster unterstützt worden. Doch die endgültige Entscheidung kehrte den Kurs um und sichert so die finanzielle Stabilität des Theaters. Die zusätzlichen Mittel sind jedoch an eine Auflage geknüpft: Das Titanick muss künftig mehr Vorstellungen in der Stadt zeigen.
In den vergangenen fünf Jahren hatte das Theater bereits eine steigende Förderung durch Münster erfahren. Die jährlichen Zuschüsse stiegen von 150.000 Euro im Jahr 2021 auf 250.000 Euro bis 2025. Zudem flossen weitere Mittel aus Nordrhein-Westfalen, sodass das Titanick finanziell besser dasteht als viele unabhängige Freilichttheater. Vergleichbare Bühnen wie das Schlossgarten-Theater in Ludwigsburg oder das Freilichttheater Trier mussten dagegen Kürzungen von bis zu 20 Prozent bei den kommunalen Zuwendungen hinnehmen – zusätzlich zu sinkender Bundesförderung.
Die Mittelaufstockung sichert den Fortbestand des Titanick Theaters, verlangt aber im Gegenzug ein erweitertes Spielangebot vor Ort. Mit den zusätzlichen 40.000 Euro über zwei Jahre entgeht die Spielstätte den drastischen Kürzungen, die zunächst im Raum standen. Die Entscheidung unterstreicht das anhaltende Engagement Münsters für sein Theater – während andere unabhängige Bühnen mit schrumpfender finanzieller Unterstützung kämpfen.






