Rockstar feuert 31 Mitarbeiter nach Kritik in privater Discord-Gruppe
Cynthia MatthäiRockstar feuert 31 Mitarbeiter nach Kritik in privater Discord-Gruppe
Rockstar Games UK entlässt 31 Mitarbeiter nach interner Kritik in privater Discord-Gruppe
Das Studio hinter Grand Theft Auto VI hat 31 Beschäftigte fristlos entlassen, nachdem diese in einer privaten Discord-Gruppe über Arbeitsbedingungen gesprochen hatten. Das Unternehmen begründete die Kündigungen mit "grober Pflichtverletzung" und warf der Gruppe vor, vertrauliche Interna weitergegeben zu haben. Unterdessen werden in Deutschland die Forderungen nach stärkerem Arbeitsschutz in der Spielebranche immer lauter.
Sämtliche Entlassenen waren Gewerkschaftsmitglieder. Take-Two, die Muttergesellschaft von Rockstar, rechtfertigte den Schritt damit, dass die Mitarbeiter interne Informationen unzulässig geteilt hätten. Der Vorfall ereignet sich kurz vor dem für den 19. November 2026 geplanten Release von GTA 6 – einem der mit größten Spannung erwarteten Spiele des Jahrzehnts.
Betriebsräte in der Spielebranche auf dem Vormarsch In Deutschland hat sich die Zahl der Betriebsräte, insbesondere in der Games-Branche, in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Erst kürzlich gründete auch das Studio Astragon Development in Hamm einen Betriebsrat – ein Zeichen für den branchenweiten Wandel.
Das Ende der Pandemie verschärfte die Konflikte zusätzlich. Viele Unternehmen strichen Homeoffice-Regelungen zurück, was die Jobunsicherheit erhöhte. Die Gewerkschaft Verdi fordert daraufhin klarere Kündigungsschutzregeln, Obergrenzen für Überstunden und fairere Karrierechancen für Entwickler:innen.
Traditionell galt die Videospielbranche als resistent gegen Arbeitnehmervertretungen. Doch mit der zunehmenden Gründung von Betriebsräten wächst der Druck für strukturelle Veränderungen.
Kündigungen bei Rockstar spitzen Konflikte zwischen Belegschaften und Führungsebenen zu Die Entlassungen bei Rockstar unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen Beschäftigten und Management in der Spieleindustrie. Während Betriebsräte an Einfluss gewinnen, könnten Studios mit wachsenden Forderungen nach Transparenz und Arbeitsplatzsicherheit konfrontiert werden. Die Entwicklung könnte die Arbeitsstandards in einer Branche neu definieren, die lange für ihre Ablehnung organisierter Interessenvertretung bekannt war.






