Ex-Airbus-Chef Enders warnt vor deutschem Alleingang beim Kampfflugzeugbau
Ex-Airbus-Chef Enders warnt vor deutschem Alleingang beim Kampfflugzeugbau
Der ehemalige Airbus-Chef Thomas Enders hat vor einem deutschen Alleingang beim Bau eines eigenen Kampfflugzeugs gewarnt. Er bezeichnete das Vorhaben als eine "kolossale Fehlallokation von Ressourcen" und plädierte stattdessen für eine stärkere Konzentration auf autonome Drohnensysteme. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Bundesregierung ihre Beteiligung am problembehafteten deutsch-französischen FCAS-Projekt (Future Combat Air System) neu bewertet.
Enders kritisierte die Entscheidung von 2017, sich mit Frankreich für die Entwicklung eines Kampfflugzeugs der nächsten Generation zu verbünden, als "strategischen Fehler". Stattdessen hätte Deutschland seiner Meinung nach mit Großbritannien oder Schweden kooperieren sollen. Angesichts der aktuellen Verzögerungen und Streitigkeiten im FCAS-Projekt bezeichnete er einen deutschen Solo-Versuch nun als "industriepolitische Hybris".
Zwar räumte er ein, dass Deutschland über das technische Know-how für einen Eigenbau verfüge. Doch die immensen Kosten und der jahrelange Entwicklungsaufwand machten ein solches Projekt aus seiner Sicht unrealistisch. Als praktikablere Alternativen schlug er vor, sich dem britischen GCAP-Programm (Global Combat Air Programme) anzuschließen oder mit Schweden zusammenzuarbeiten.
Langfristig prognostizierte Enders, dass bemannte Kampfflugzeuge innerhalb der nächsten 20 Jahre weitgehend überflüssig werden dürften. Die Zukunft liege seiner Überzeugung nach in massenhaft produzierten, KI-gesteuerten Drohnen – nicht in teuren, hochkomplexen bemannten Systemen. Mit dieser Haltung steht er im Widerspruch zum Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), zur IG Metall und zum aktuellen Airbus-Chef Guillaume Faury.
Auch die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz teilt teilweise Enders' Bedenken. Offizielle Stellen hinterfragen zunehmend die Machbarkeit des FCAS-Projekts, insbesondere wegen divergierender Anforderungen zwischen Deutschland und Frankreich. Zwar gibt es keine Pläne für weitere F-35-Käufe, doch Berlin prüft Alternativen wie einen Beitritt zu GCAP oder die Entwicklung gemeinsamer Komponenten. Ein rein nationales Kampfflugzeugprogramm gilt angesichts der finanziellen Risiken als äußerst unwahrscheinlich.
Enders' Warnungen unterstreichen die wachsende Debatte über die europäische Militärluftfahrtstrategie. Während das FCAS-Projekt unter Druck gerät, steht Deutschland vor der Entscheidung: Soll es in kostspielige bemannte Kampfflugzeuge investieren – oder den Fokus auf autonome Systeme legen? Die nächsten Schritte der Regierung werden die Zukunft der europäischen Verteidigungsfähigkeiten maßgeblich prägen.
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