Grüner Wasserstoff in Düren: Milliardengrab oder Zukunftsprojekt?
Grüner Wasserstoff in Düren: Milliardengrab oder Zukunftsprojekt?
In Düren, Deutschland, entsteht am Brainergy Park in Jülich eine neue Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 10 Megawatt. Das Projekt hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro, wobei 14,7 Millionen Euro aus Bundesmitteln stammen. Sobald die Anlage in Betrieb geht, soll sie grünen Wasserstoff produzieren – doch ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt davon ab, ausreichend Nachfrage zu sichern.
Die Anlage ist darauf ausgelegt, bis zu 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde oder etwa 1.577 Tonnen pro Jahr zu erzeugen. Aktuell verkehren in Düren rund 20 Wasserstoffbusse, die jedoch nur 72 Tonnen jährlich verbrauchen. Bei dieser Auslastung würde die Anlage lediglich mit 4,6 bis 7,2 Prozent ihrer Kapazität laufen, was die Kosten in die Höhe treibt.
Allein die Errichtung der Anlage schlägt mit etwa 69 Euro pro Kilogramm produzierten Wasserstoffs zu Buche. Werden die Betriebskosten einberechnet, steigen die Gesamtkosten auf 105 bis 140 Euro pro Kilogramm – deutlich über den Marktpreisen. Zum Vergleich: Grüner Wasserstoff aus Erdgas verursacht jährlich 43,9 bis 48,8 Tonnen CO₂-Emissionen, während grauer Wasserstoff aus dem deutschen Stromnetz 81 bis 86 Tonnen ausstößt. Dieselbusse setzen etwa 79,5 Tonnen CO₂ pro Jahr frei, batterieelektrische Busse dagegen rund 34,2 Tonnen.
Große Verkehrsbetriebe in der Region stellen bereits in erheblichem Umfang auf batterieelektrische Busse um. Ohne Hundert weitere Busse oder industrielle Abnehmer droht der Anlage ein defizitärer Betrieb. Der Bundesrechnungshof hat kürzlich die deutsche Wasserstoffstrategie infrage gestellt und eine genauere Prüfung der Machbarkeit gefordert. Bisher konnten in Düren oder Nordrhein-Westfalen keine bestätigten industriellen Käufer für das Projekt gewonnen werden.
Der Erfolg der Anlage hängt entweder von einem deutlichen Nachfrageanstieg oder von langfristigen Subventionen ab. Fehlt beides, könnte sie zu einem strandeten Vermögenswert werden. Angesichts der geringen Auslastung und der hohen Produktionskosten bleibt die wirtschaftliche Perspektive vorerst schwierig.
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