Gewalt gegen Justizvollzugsbeamte: Jeder fünfte Angriff konnte 2025 verhindert werden
Fast 900 Fehlzeiten nach gewalttätigen Vorfällen in NRW-Gefängnissen - Gewalt gegen Justizvollzugsbeamte: Jeder fünfte Angriff konnte 2025 verhindert werden
Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen bei insgesamt 112 Übergriffen auf Justizvollzugsbeamte 114 Mitarbeiter verletzt. Die Vorfälle führten zu 870 Krankheitstagen und verdeutlichen die anhaltenden Risiken, denen Gefängnisbedienstete ausgesetzt sind. Zwar war die Zahl der Verletzungen leicht niedriger als 2024, doch bleibt das Problem gravierend.
2025 konnte jeder fünfte registrierte Angriff auf Beamte entweder gestoppt oder im Vorfeld vereitelt werden, bevor es zu Schäden kam. Dennoch mussten zwei der Verletzten stationär im Krankenhaus behandelt werden, während die meisten anderen Prellungen und Schürfwunden davontrugen.
Die Staatsanwaltschaft prüft noch 75 Prozent der Vorfälle des vergangenen Jahres. Bisher wurden in 13 Prozent der Fälle Anklagen erhoben, in nur 2 Prozent kam es zu Verurteilungen. Die Ermittlungen wurden in 6 Prozent der Fälle eingestellt – eine geringere Quote als in den Vorjahren.
Die Gesamtzahl der verletzten Mitarbeiter sank im Vergleich zu 2024 um 14 Prozent. Allerdings liegen keine spezifischen Daten zu Verurteilungen oder Strafen nach Angriffen aus dem Jahr 2023 vor, was Lücken in der langfristigen Trendanalyse hinterlässt.
Die Übergriffe führten zu erheblichen Personalausfällen: 870 Arbeitstage gingen durch Verletzungen verloren. Zwar konnten einige Angriffe verhindert werden, doch der Großteil der Fälle bleibt weiterhin unaufgeklärt. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen beim Schutz der Justizvollzugsbeamten.
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