Volkstrauertag in Creil: Wie Erinnerung an Kriegsopfer heute Verantwortung schafft
Volkstrauertag in Creil: Wie Erinnerung an Kriegsopfer heute Verantwortung schafft
Feierliche Gedenkveranstaltung auf dem Creiler Platz zum Volkstrauertag
Auf dem Creiler Platz fand eine würdevoll gestaltete Gedenkfeier zum deutschen Volkstrauertag statt. Unter dem Motto "80 Jahre nach Kriegsende – Erinnern heißt Verantwortung übernehmen" versammelten sich Bürgerinnen und Bürger, lokale Politiker sowie Jugendgruppen, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. Die Saxophonistin Rebecca Hoppe umrahmte die Veranstaltung mit einem musikalischen Beitrag.
Bürgermeister Thomas Terhorst und Benedikt Stelthove führten die Gedenkfeier an, indem sie einen Kranz am Bonhoeffer-Denkmal niederlegten. In ihren Ansprachen gedachten sie der Opfer aller Nationen und betonten, wie wichtig es sei, sich der Geschichte zu stellen, um künftige Konflikte zu verhindern. Terhorst warnte davor, die Lehren der Vergangenheit in Vergessenheit geraten zu lassen, und mahnte zu wachsamer Aufmerksamkeit, um die Schrecken des Krieges nicht zu wiederholen.
Benedikt Stelthove griff diesen Appell auf und unterstrich, wie viel Mut es erfordere, das Leid der Vergangenheit anzuerkennen. Er rief die Anwesenden dazu auf, das kollektive Gedächtnis nicht mit der Zeit verblassen zu lassen.
Mitglieder der Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck berichteten von ihren Eindrücken während eines Besuchs in der Außenstelle des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg. Ihre persönlichen Schilderungen verleihen dem Gedenktag eine zusätzliche emotionale Tiefe.
Die Veranstaltung steht in einer Zeit, in der sich die öffentliche Haltung zur NS-Geschichte wandelt. Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigt eine zunehmende Tendenz, unter der Vergangenheit einen "Schlussstrich" ziehen zu wollen – viele rücken stattdessen aktuelle Themen in den Vordergrund. Gleichzeitig sorgen Bedrohungen von Gedenkstätten und ein wachsender Geschichtsrevisionismus für Besorgnis über die Zukunft der Erinnerungskultur. Zwar finden jährliche Initiativen wie die Gedenkveranstaltungen am 27. Januar in Auschwitz oder Projekte wie die Stolpersteine weiterhin statt, doch die Beteiligung an öffentlichen Diskussionen geht zurück.
Historisch betrachtet wurden die Gedenkveranstaltungen in Westdeutschland während der 1950er-Jahre maßgeblich von alliierter Politik und Organisationen wie der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) geprägt, die sich für die Anerkennung der NS-Opfer einsetzten. Doch diese frühen Bemühungen stießen auf Widerstand revanchistischer Kreise und die Neigung, unangenehme Wahrheiten zu verdrängen.
Die Feier auf dem Creiler Platz endete mit einem erneuten Aufruf, die Verantwortung für die Geschichte hochzuhalten. Lokale Verantwortungsträger und Jugendgruppen bekräftigten ihr Engagement, das Gedenken durch Bildung und gesellschaftliches Engagement lebendig zu erhalten. Die Veranstaltung machte deutlich, welche Fortschritte in der Erinnerungskultur erzielt wurden – aber auch, vor welchen anhaltenden Herausforderungen der Umgang mit der Geschichte für kommende Generationen steht.
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